Symposium on Suicidal behaviour: From epidemiologic data to public health interventions – Bericht

Im Rahmen des XII. International Congress of the International Federation of Psychiatric Epidemiology (IFPE) zwischen 16.-19. April 2009, fand in Wien ein Symposium der Wiener Werkstätte zu aktuellen Ergebnissen der österreichischen Suizidforschung statt.

Die Suizidologie nahm einen beachtlichen Anteil an den Beiträgen des Kongresses ein, unter anderem kamen Suizidforscher wie D. Gunnell (University of Bristol), A.T. Cheng (Academia Sinica, Taipei, Taiwan), L. Mehlum (University of Oslo), E. Mittendorfer-Rutz (Karolinska Institut), W. Rutz (University of Coburg, Germany) und viele andere nach Wien.
Den Organisatoren des Kongresses möchten wir an dieser Stelle herzlich gratulieren und danken.


(v.l.n.r) hintere Reihe: E. Etzersdorfer, M. Voracek, E. Mittendorfer-Rutz, T. Niederkrotenthaler
vordere Reihe: N. Kapusta, B. Till, G. Sonneck, K. Dervic

Suizidprävention wird vom Europäischen Parlament befürwortet!

Die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 19. Februar 2009 zur psychischen Gesundheit stellt eine vielversprechende gemeinsame europäische Initiative der Suizidpräventionsorganisationen dar und befürwortet im Wesentlichen alle Aktionspunkte die im Österreichischen Suizidpräventionsplan formuliert wurden.

Das Europäische Parlament fordert nun die Europäischen Mitgliedsstaaten auf, die Empfehlungen in lokalen Initiativen umzusetzen. Es bleibt abzuwarten, wie die Forderungen des Europäischen Parlaments und die im österreichischen Regierungsprogramm (siehe unten) zugesagten Bemühungen nun in Aktionen umgesetzt werden. Das österreichische Suizidpräventionsprogramm liegt bereits seit 2000 ausgearbeitet vor.

Symposium on Suicidal behaviour: From epidemiologic data to public health interventions

Im Rahmen des XII. International Congress of the International Federation of Psychiatric Epidemiology (IFPE) zwischen 16.-19. April 2009, findet in Wien ein Symposium zu epidemiologischen Ergebnissen der Suizidforschung statt. Neben dem Hauptvortrag der renommierten Suizidologin Prof. Ellenor Mittendorfer-Rutz vom Karolinska Institutet werden Mitglieder der Wiener Werkstätte für Suizidforschung ihre Ergebnisse präsentieren. Auszug aus der Ankündigung:

Approximately 1 million people wordwide die by suicide each year. Belonging to the 10 most common causes of death, suicide is a major public health problem, and a major cause of premature death. Given that mental-ill health constitutes an important risk factor of suicide, information on suicide and how to prevent it is an important topic for medical professionals. There is increasing evidence that individual-based, but also public-health based interventions contribute to suicide prevention. By covering some of the currently most discussed areas of research in suicidology, like genetics of suicide, international epidemiologic data on child suicides, and public health interventions focusing on restrictive firearm legislation, responsible media reporting, prevention of suicide in primary health care settings, and the possible effects of increasing antidepressant prescriptions and density of psychotherapists, this symposium contributes to spreading some of the latest scientific information that is available on the topic.

Friday 17th April 2009, 16:00-17:30 at the Medical University of Vienna

Für weitere Informationen kontaktieren sie uns bitte per E-Mail.

Suizidprävention wurde im Regierungsprogramm verankert!

Wie bereits im Jahr 1971 wurde Suizidprävention im Regierungsprogramm für die XXIV. Gesetzgebungsperiode (2008-2013) verankert. Geplant sei eine „Weiterentwicklung der nationalen Sucht- und Suizidpräventionsstrategie mit besonderem Augenmerk auf die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen.“
Dies ist ein erfreuliches Statement der Regierungsparteien und unterstreicht die Relevanz des Themas im Gesundheitswesen. Insbesondere ist es ein unterstützendes Zeichen in Richtung jener Personen, Forschungsgruppen und Vereine, die sich seit vielen Jahren um Suizidforschung und -prävention in Österreich bemühen.

International werden Suizidpräventionsprogramme bereits in langfristig angelegten Suizidpräventionsstrategien in das Gesundheitswesen implementiert. Einige Studien der Wiener Werkstätte für Suizidforschung haben sich als Evidenz für effektive Prävention etabliert und werden unter anderem im Europäischen Konsensuspapier Prevention of Depression and Suicide (2008) und im California Strategic Plan on Suicide Prevention (2008) des California Department of Mental Health zitiert.

Wahlbeck K. & Mäkinen M. (Eds). (2008). Prevention of depression and suicide. Consensus paper. Luxembourg: European Communities.

California Strategic Plan on Suicide Prevention: Every Californian Is Part of the Solution. (2008). Office of Suicide Prevention, Prevention and early Intervention Section, California Department of Mental Health. Available at: www.dmh.ca.gov